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Unternehmenskommunikation in Krisenzeiten

Wie die aktuelle Corona-Pandemie Unternehmen vor Herausforderungen bei Mitarbeiterkommunikation und Mitarbeiterbindung stellt und wie diese überwunden werden können.

Die Situation rund um das Covid-19-Virus birgt für die Mehrheit der Unternehmen den Zwang, jahrelang erprobte und eingespielte Prozesse von jetzt auf gleich zu verändern. Die wöchentlichen Meetings im angestammten Besprechungsraum, das kurze Flurgespräch zwischendurch und das Zurufen von einem Schreibtisch zum anderen – all diese wunderbaren Aspekte des Alltags im Bürogebäude gehen aktuell verloren. 

Dazu kommt, dass sich die Nachrichten über neue Ereignisse und Regelungen tagtäglich überschlagen. Viele Informationen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erst nach Relevanz und Aktualität gefiltert werden müssen. Die Personen, deren Aufgabe eigentlich die Information mit den Angestellten und Arbeitern ist, sitzen oftmals direkt im Krisenstab. 

All dies führt dazu, dass die Kommunikation an die Mitarbeitenden nicht dem Ideal entspricht und daher die Unsicherheit stetig zunimmt: Werde ich in Kurzarbeit geschickt oder gar gekündigt? Wie steht unser Unternehmen in der aktuellen Situation da? Was wird getan, um uns zu schützen? 

Diese Fragen zerren an den Nerven, die existenziellen Sorgen beeinflussen die Arbeitsmoral der besten. Es reicht nicht mehr aus, eine E-Mail zu schreiben: Die persönliche Ansprache wird benötigt, um Vertrauen und Zuversicht zu wahren. Nicht umsonst tritt die österreichische Bundesregierung regelmäßig für Pressestatements vor die Kamera. 

Genau dieses Instrument muss sich aktuell das Top-Management zu Nutze machen. Gezielt eingesetzte Videobotschaften der Verantwortungsträger, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Informationen überbringen, die sie dringend suchen und brauchen. 

In Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich kein Unternehmen leisten, seine besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verlieren. Durch persönliche Videobotschaften kann sowohl die Mitarbeiterbindung als auch das Vertrauen gestärkt werden. Dies wird vor allem dann erzielt, wenn die Botschaft auf emotionaler Ebene wirklich ankommt. Zahlen und Fakten sind sicheres Metier, doch wahren Zusammenhalt in außergewöhnlichen Situationen erzeugt man durch sie nicht.

Emotionale Botschaften sind kurz und knapp, schildern eingänglich die persönliche Betroffenheit und adressieren die Mitarbeiter direkt. So kann sichergestellt werden, dass jede und jeder Betroffene sich sicher fühlt. Weil “zusammen” in Krisenzeiten nicht nur ein Credo, sondern gelebte Realität sein sollte.

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Thema

Interne Kommunikation

Verfasst von Julia Brunhuber, BA

25.03.2020